Holger Frey führt die Ehinger Dämonen -
Oliver Klumpp hört als Zunftmeister auf – Zwei Vize sorgen für neue Struktur

Vorstand_Dämonen

Ehingen (sz) - Holger Frey heißt seit Freitagabend der neue Zunftmeister der Dämonengruppe Ehingen. Der bisherige Kassierer übernimmt das Amt von Oliver Klumpp, der sechs Jahre lang an der Spitze der Dämonen gestanden hat. Bei der Hauptversammlung bestimmte Frey erstmals in der Geschichte der Dämonengruppe zwei Vize - und zwar Oliver Kuhn und Tobias Götz.

Es kommt nicht oft vor, dass eine Hauptversammlung der Dämonengruppe Ehingen länger als vier Stunden geht. Doch wenn wichtige Veränderungen auf der Tagesordnung stehen, braucht das eben seine Zeit. Die größte Änderung, die die Dämonen am Freitagabend im Hotel Adler gemacht haben, ist der Wechsel an der Führungsspitze. Sechs Jahre lang hat Oliver Klumpp die Dämonen als Zunftmeister geführt und zwar vom 3. Mai 2013 bis zum 17. Mai 2019. „In den sechs Jahren hat sich viel getan und ich habe mich beruflich stark verändert. Meine Freizeit für das Ehrenamt ist immer weniger geworden, den Wunsch nach einem Nachfolger gab es bei mir schon länger“, erklärt Klumpp, der in seiner Amtszeit als Zunftmeister Bürgermeister der Gemeinde Griesingen geworden ist. Dass die Suche nach Menschen, die bereit sind, ehrenamtliche Tätigkeiten in einem Verein zu übernehmen, schwierig ist, machte Klumpp deutlich. „Wir leben allgemein in schweren Zeiten für Vereine und Gruppen. Die Dämonengruppe aber zeichnet es aus, dass sie eine Lösung gefunden hat“, so Klumpp. Eine Lösung, die für die Dämonen Kontinuität bedeute. Denn Holger Frey war die vergangenen 15 Jahre lang Kassierer der Gruppe und kenne die Strukturen bestens. „So wird es einen geordneten Stabwechsel geben“, sagte Klumpp, der unter stehendem Applaus der Mitglieder betonte: „Es war mir eine große Ehre, euer Zunftmeister zu sein. Ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen, positive, wie auch negative. Der Höhepunkt war sicherlich die Einweihung der Stele am Groggensee“, erklärte Klumpp, der seinen Narrenratsfrack nun abgeben wird. „Ich tausche den Frack gegen mein rotes Häs mit Maske. Das Dämonenrad wird sich weiterdrehen.“

Und das Rad, das die Dämonen drehen, ist kein kleines. 463 Mitglieder haben die Dämonen aktuell, 282 davon sind aktiv, 131 Jugendliche und der Rest wird als passive Mitglieder geführt.

Holger Frey, der bei der Wahl große Zustimmung aus den Reihen der Dämonen erfahren durfte, machte schnell deutlich, dass er viele Pläne für die Zukunft hat. Als erstes machte Frey auf das neue Modell aufmerksam, in dem mit Oliver Kuhn und Tobias Götz erstmals zwei Stellvertreter des Zunftmeisters ernannt wurden. „Auch wir müssen die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen, so, wie es viele andere Vereine bereits tun“, so Frey, der die neue Lösung bereits mit der Narrenzunft Spritzenmuck abgeklärt habe. Den neuen Ausschuss der Dämonen bezeichnete Frey als „eine hervorragende Mischung aus Jung und Alt“. „Mir ist um die Zukunft nicht Bange, wenn ich sehe, was für eine tolle Generation heranwächst“, so Frey, der dann auch gleich mit zwei Änderungen auf der Tagesordnung die Hauptversammlung um ihre Stimmen gebeten hat. So haben die Dämonen entschieden, den Mitgliedern der Schalmeiengruppe, die bisher keine Dämonenmitglieder gewesen sind, eine Mitgliedschaft auf Zeit anzubieten – mit allen Rechten und Pflichten. Ein Beschluss, den auch Lothar Huber, Ehrenzunftmeister der Narrenzunft Spritzenmuck und Dämonenmitglied, begrüßte. „Am 12. Mai 1985 wurde die Idee der Schalmeien geboren. Es ist eine bravouröse Lösung“, so Huber.

Als zweite Neuerung stimmte die Versammlung für eine Veränderung des Punktesystems der Dämonen. Bisher mussten Mitglieder ab 45 Jahren keine Punkte – sprich Arbeitsstunden – mehr ableisten. Das wurde nun auf 55 Jahre hochgesetzt, allerdings mit einer Staffelung der Punkteanzahl je nach Alter und Zugehörigkeit.

Tobias Götz (Redaktionsleiter SZ Ehingen)


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