Straßenfasnacht

Neben den Ballveranstaltungen lassen sich recht früh auch öffentliche Veranstaltungen auf den Straßen und Plätzen der Stadt belegen. Eine Darstellung vom Fasnachtspiel 1821 ist im Museum zu sehen. Es zeigt Schüler des humanistischen Gymnasiums, die ein römisches Triumphopfer darstellen.Für die großen öffentlichen Veranstaltungen zeichnete sich ein Komitee verantwortlich. Einzelheiten sind jedoch nicht bekannt.

Im Februar 1870 wurde für das närrische Geschehen in der Stadt die sogenannte Bürgergesellschaft gegründet. In einem Protokoll vom 14. Januar 1874 ist zu lesen, dass im „Hirsch“ beschlossen wurde, auch in diesem Jahr am Fasnachtsdienstag wieder „eine öffentliche Maskerade aufzuführen“. Mittels Zeitungsanzeige lud man die Ehinger Bürger ein, sich in großer Zahl zu beteiligen.

Noch im selben Jahr 1874 wurde eine eigene Narren-Gesellschaft ins Leben gerufen, die sich auf Einladung des Ausschusses der Bürgergesellschaft am 23. November im „Schützen“ versammelte. Als 1. Präsident wurde Apotheker Grauer gewählt. Gleichfalls entschloss man sich „zur Bekanntmachung sämtlicher „Affairen“, eine pikante, recht gewürzte Narrenzeitung“ herauszugeben. Es erfolgten konkrete Planungen für den Fasnachtsumzug. Anfang Februar 1875 legte die Narren-Gesellschaft den Weg für den Maskenumzug am Mittag des Fasnachtsdienstages fest. 1895 wurde dann mit einem besonders aufwendigen Maskenumzug (mit insgesamt 22 Gruppen historischer und humoristischer Art) das 25jährige Bestehen gefeiert.

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